Lexikon

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Begriff Definition
Hexadecatriensäure
Kalben

siehe Abkalben

Kalzium

siehe Calcium

Kratzbaum

Ein Kratzbaum ist zum Kratzen da!

Mangan

Das chemische Element Mangan gehört zu den essenziellen Spurenelementen. Es ist Bestandteil diverser Enzyme und trägt dort zur Bildung der Enzymstruktur bei, wirkt unter anderem als Lewis Säure und in den Redoxreaktionen. Die Aufnahme von Mangan erfolgt über den Dünndarm, gespeichert wird es in den Knochen, der Leber, den Nieren und der Bauchspeicheldrüse. Es befindet sich vor allem in den Mitochondrien, dem Zellkern und den Lysosomen in den Zellen. Das Gehirn bindet Mangan an spezielle Proteine, hauptsächlich an die Glutamat-Ammonium-Ligase der Astrozyten. Manganmangel führt zu Skelettveränderungen, Störungen des Kohlenhydrat-Stoffwechsels, Wachstumsstörungen, neurologischen Störungen und Fruchtbarkeitsstörungen. Besonders viel Mangan befindet sich in Weizenkeimen, Haferflocken, Sojabohnen, Leinsamen und schwarzem Tee.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren stellen eine Untergruppe der Omega-n-Fettsäuren dar. Diese ungesättigten Verbindungen zählen zu den essenziellen Stoffen, die der Organismus nicht in der Lage ist, selbst herzustellen. Die Säuren kommen sowohl in pflanzlicher als auch in tierischer Form vor. Pflanzliche Omega-3-Fettsäuren verstoffwechselt der Körper zur Energiegewinnung und baut sie in den Zellmembranen ein. Die Omega-3-Fettsäuren sind Vorprodukte der Prostaglandine. Die Vitamine B und C sowie Magnesium und Zink aktiven das Enzym. Mithilfe ausreichender Aufnahme der Omega-3-Fettsäuren sinkt während der menschlichen Schwangerschaft und der tierischen Trächtigkeit nachgewiesenermaßen die Zahl der Frühgeburten, menschliche und tierische Babys benötigen die Fettsäuren zudem für die Entwicklung des Gehirns und der Intelligenz. Bei ausgewachsenen Organismen schützt die Säuren die Knochenstabilität, stärkt die Herz-Kreislauffunktionen und unterstützt die Gehirnfunktionen. Zudem beugen sie Herzrhythmusstörungen vor, stabilisieren die Herzgefäße und verlangsamen Veränderungen an Koronargefäßen. Sie fördern die Durchblutung, wirken sich positiv auf den Blutdruck und die Gefäßfunktionen aus. Bei entzündungsbedingten Erkrankungen wie Arthritis, Darminfektionen, Asthma und ähnlichen Krankheiten beeinflussen sie durch ihren entzündungshemmenden Effekt den Krankheitsverlauf positiv. Bei älteren Organismen dämmen sie die Gefahr eines Schlaganfalls sowie die Symptome altersbedingter Demenz. Unter den Ölen enthält Leinöl den höchsten Anteil an Omega-3-Fettsäuren, gefolgt von Rapsöl, Hanföl, Walnuss-, Weizenkeim- und Sojaöl.

Omega-6-Fettsäuren

Die Omega-6-Fettsäure zählen zu den essenziellen Stoffen, der Körper kann sie wie die Omega-3-Fettsäuren nicht selbst herstellen. Allerdings ist er in der Lage GLA aus Linolsäure, beides zur Omega-6-Gruppe gehörende Säuren, zu produzieren. Ein GLA-Mangel tritt insbesondere dann auf, wenn der Körper unter einem Mineralstoffmangel wie Eisen und Magnesium leidet. Benötigt werden diese wichtigen Säuren für das Nervensystem, den Stoffwechsel, die Gelenke, das Haar und die Haut. Zudem sind sie elementar für das Wachstum. Sie befinden sich in Fisch, ins besondere der Dorade, Hülsenfürchten, fettem Fleisch, Borretschöl, Rapsöl, Nüsse und Samen in reichlichem Maße.

Omega-9-Fettsäuren

Im Gegensatz zu den Omega-3-Fettsäuren und den Omega-6-Fettsäuren sind die Omega-9-Fettsäuren keine essenziellen Säuren, denn der Organismus ist in der Lage, sie aus anderen Fettsäuren selbst herzustellen. Eine Zufuhr der Omega-9-Fettsäuren wird jedoch dann nötige, wenn die Zusammensetzung der Nahrung nicht eine ausreichende Menge der essenziellen Fettsäuren garantiert. Die Omega-9-Fettsäuren stammen immer aus pflanzlichen Quellen. Sie unterstützen das Herz, werden vom Körper für einen ausgeglichenen Cholesterin-Spiegel benötigt und stabilisieren die Haut. Zudem minder sie Schmerzen, reduzieren Schwellungen und sind wichtig für eine ausreichende Schmierung der Gelenke.

Omega-n-Fettsäuren

Die Omega-Fettsäuren setzten sich aus mehreren Gruppen ungesättigter Fettsäuren zusammen, in der Vergangenheit wurden sie als Vitamin F bezeichnet. Die wichtigsten Omega-Fettsäuren sind die Omega-3-Fettsäuren, die Omega-6-Fettsäuren sowie die Omega-9-Fettsäuren. Die Omega-3-Fettsäuregruppe, die Alpha-Linolsäuren, besteht aus den Säuren:

Die Omega-6-Fettsäure-Gruppe, die Linolsäuren, setzt sich zusammen aus

Zu der Omega-9-Fettsäure-Gruppe gehören:

  • Erucasäure
  • Gadoleinsäure
  • Mead'sche Säure
  • Nervonsäure
  • Ölsäure
Omphalotomie

siehe Abnabelung

Präbiotika

Präbiotika werden gemäß Gibson and Roberfroid (1995) definiert als: „Nicht verdaubare Lebensmittelbestandteile, die ihren Wirt günstig beeinflussen, indem sie das Wachstum und/oder die Aktivität einer oder mehrerer Bakterienarten im Dickdarm gezielt anregen und somit die Gesundheit des Wirts verbessern“. Vereinfacht ausgedrückt dienen Präbiotika Darmbakterien wie Bifidobakterien und Laktobaziellen als Nahrungsgrundlage und regen diese wichtigen Mikroorganismen zur Vermehrung an. Der positive Effekt wurde nachgewiesen für:

  • Disaccharide
  • Frutane
  • Inulin
  • Lactitiol
  • Lactulose
  • Oligofructose
  • Oligosaccharide
  • Polysaccaride
  • Raffinose
  • Stachyose

Natürliche Präbiotika enthalten unter anderem:

  • Chicorée
  • Schwarzwurzeln
  • Topinambur
  • Yucca

Als Ausgangsstoffe für die künstliche Herstellung von Oligofructosen und Inulin werden häufig Yucca und Chicoréewurzeln verwendet. Milchzucker bildet die Grundlage für die Präbiotika Galactooligosaccharide und Lactulose. Tierfutter enthält in der Regel Oligofructide und Oligosaccaride.

Prebiotika

siehe Präbiotika

semi-essenziell Stoffe

Semi-essenziell Stoffe sind lebensnotwendige Elemente, die der Körper nur unter besonderen Voraussetzungen selbst herstellen kann. Sie werden normalerweise auf Grundlage von essenziellen Stoffen synthetisiert (siehe auch essenziell).

Stearidonsäure
Taurin

Bei Taurin, einer Aminosulfonsäure, handelt es sich um eine organische Säure, die eine Sulfonsäure- sowie einer Aminogruppe enthält. Taurin ist nicht in der Lage Peptide zu bilden, ist ein Abbauprodukt von Methionin und Cystein. Taurin gehört nicht zu den Aminosäuren. Zu den Aufgaben innerhalb des Stoffwechsels zählt die Bildung von Gallensäurenkonjugaten. Es beeinflusst die Signalübertragung sowie die Entwicklung der Herzfunktionen und des zentralen Nervensystems. Zudem regt es die Membranbindung und das Einströmen von Calcium an und unterstützt die Natrium- und Kaliumbewegung in den Zellmembranen, mit der Folge, dass Taurin das Herz stärkt. Außerdem wirkt Taurin als sehr starkes Antioxidans, das die Zellen im Gewebe vor freien Radikalen schützt. Nachgewiesen ist die entzündungshemmende Wirkung von Taurin. Ein Taurinmangel führt zu Störungen des Immunsystems und fördert die Entwicklung von Entzündungen.