Herz- und Kreislauferkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei der Katze können angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens einstellen. Oft werden Herzprobleme erst spät bemerkt, da sie sich sehr unterschiedlich äußern und nur selten von Herzgeräuschen begleitet werden.

Katze rennt über eine WieseDie häufigsten Störungen der Herzfunktion:

  • Angeborene Missbildungen
  • Virusinfekte
  • Altersbedingte Degeneration
  • Tumore
  • Hypertrophe Kardiomyopathie
  • Dilatative Kardiomyopathie

Angeborene Missbildungen

Katzen können mit einer angeborenen Missbildung des Herzens zur Welt kommen. Häufig handelt es sich dabei um eine Verengung der Herzkranzgefäße, eine Fehlbildung der Vorkammer oder eine Verwachsung mit dem Zwerchfell. Die Behandlungsmöglichkeiten und Erfolgsaussichten sind vom Grad der Missbildung abhängig.

Virusinfekte

Ist die Katze ein einem Virusinfekt erkrankt und bleibt dieser unbehandelt, kann als Folgeerkrankung neben anderen Organen auch die Herzfunktion beeinträchtigt werden. Insbesondere Nierenfunktionsstörungen können das Herz schwächen. Die Katze wird in der Regel mit Antibiotika behandelt, um die Ursache zu beseitigen.

Altersbedingte Degeneration

Im Alter kann der Herzmuskel allmählich schwächer werden, was sich auf den Kreislauf und Stoffwechsel der Katze auswirkt. Das Herz pumpt weniger Blut, eine Unterversorgung des Organismus mit Sauerstoff und Nährstoffen ist die Folge. Meist erfolgt hier nur eine Stabilisierung der Katze, um nach Möglichkeit ihre Lebensqualität zu erhalten.

Tumore

Ist das Herz von einer Umfangsvermehrung betroffen, kann je nach Lage und Größe des Tumors die Herzfunktion beeinträchtigt werden. Ob eine Operation in Betracht kommt, entscheidet der Tierarzt von Fall zu Fall.

Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM)

Die Hypertrophe Kardiomyopathie geht mit einer Verdickung der Herzmuskelzellen einher. Je mehr Herzmuskeln betroffen sind, umso kleiner wird das Herzkammervolumen – das Herz kann seine Aufgabe nicht mehr richtig erfüllen. HCM zählt zu den häufigsten Herz-Kreislauf-Störungen bei Katzen. Als Ursachen sind Bluthochdruck und eine Überfunktion der Schilddrüse bekannt.

Dilatative Kardiomyopathie (DCM)

Bei der Dilatativen Kardiomyopathie verringert sich der Herzwanddurchmesser, wodurch die Herzkammer vergrößert wird. Meist stellt sich ein Blutrückfluss ein. DCM wird bei der Katze durch Taurin-Mangel und entzündliche Erreger begünstigt.

Symptome und Diagnose

Bei einer Herz-Kreislauf-Erkrankung können verschiedene Symptome auftreten, die jedoch auch im Zusammenhang mit anderen Krankheiten der Katze bekannt sind. Dazu zählen Apathie, Appetitlosigkeit, Hecheln, bläuliche Schleimhäute und nachlassende Belastbarkeit. Neben dem Abhören des Herzens kann der Tierarzt ein EKG durchführen, auch Röntgenbilder geben Aufschluss über eine eventuelle Herzerkrankung. Spezialisierte Tiermediziner führen meist zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung durch. Eine eindeutige Diagnose ist wichtig, um über die Art der Behandlung entscheiden zu können.